Digitales Marketing für Web3-Projekte

Das Metaverse und Web 3.0 stehen vor der Tür - und sie werden das Online-Marketing, wie wir es bis heute kennen, von Grund auf verändern. Für so manche ist das Web 3.0 noch Zukunftsmusik - und ja, tatsächlich stecken Kryptowährungen, NFTs und Co. noch in den Kinderschuhen. Aber: Diejenigen, die es schaffen, zum Start der Internet-Zukunft als Web3-Marketing-Pioniere aufzutreten, werden vom Hype der Stunde profitieren und allen anderen einen großen Schritt voraus sein.

Wir erklären Ihnen in diesem Beitrag, in welche Richtung sich das Web3-Marketing bewegen wird und was Sie tun können, um zu den Marketing-Pionieren des neuen Internetzeitalters zu gehören.

Was ist Web 3.0?

Unter Web 3.0 versteht man die dritte Generation von Internetdiensten für Websites und Webanwendungen, welche sich auf die Nutzung maschinenbasierter Daten konzentrieren. Als Hauptziel von Web3 gilt die Schaffung intelligenter, offener und vernetzter Websites. Zudem spielen digitale Währungen und Dezentralisierung eine wichtige Rolle im Web 3.0, da sie eine absolute Transparenz für die Verbraucher ermöglichen.

Den Begriff Web 3.0 prägte einst Gavin Wood, der Mitbegründer von Polkadot und Ethereum. Der Vorgänger, das Web 2.0, konzentrierte sich auf von Nutzern erstellte Inhalte, welche auf zentralen Plattformen gehostet wurden. Web 3.0 hingegen ist vollständig dezentralisiert, sodass Nutzer jederzeit die Kontrolle über ihre Online-Daten behalten.

Das Web 3.0 ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Internets, denn es zielt darauf ab, eine offene und vernetzte Welt zu schaffen.

Die 5 Hauptmerkmale des Web 3.0

Die Unterschiede zwischen Web 1.0 und Web 2.0 sind relativ einfach zu erfassen. Während bei Web 1.0 Nutzer Websites passiv konsultieren und größtenteils unbeteiligt an der Erstellung von Inhalten sind, interagieren die Benutzer bei Web 2.0 direkt mit den Websites und untereinander über Social Media. Zudem erstellen Nutzer des Web 2.0 Inhalte vermehrt selbst.

Der Begriff Web 3.0 hingegen ist nicht so klar definiert. Er bezieht sich auf eine neue Evolution des Internets, seiner dritten Generation, und beinhaltet ganz spezielle Innovationen und Praktiken.

Am einfachsten zu begreifen ist das Web3 durch die Definition seiner Hauptmerkmale:

1. Semantic Web

Web 3.0 verknüpft Informationen nicht bloß, sondern reichert Webinhalte mit maschinenlesbaren, semantischen Metadaten an und verbindet diese. Dabei wird der Informationsaustausch im Web optimiert, indem Maschinen semantische Inhalte unterscheiden und gezielt verarbeiten.

2. Künstliche Intelligenz

Computer im Web 3.0 werden noch intelligenter und lernen, die Bedürfnisse der Nutzer noch besser zu befriedigen. Sie können die menschliche Sprache verarbeiten und Informationen wie die Menschen selbst verstehen, um schnellere und relevantere Ergebnisse zu erzielen.

3. 3D-Grafiken

3D-Grafiken und Designs spielen eine zentrale Rolle bei Websites und Diensten im Web 3.0. Sie werden unter anderem für Computerspiele, E-Commerce, Museumsführer, geografische Zusammenhänge usw. verwendet, um ein klareres und intensiveres Erlebnis für Nutzer zu schaffen.

4. Konnektivität

Durch die Verbindung semantischer Metadaten entwickelt sich die Benutzererfahrung zu einer weiteren Ebene der Konnektivität, bei der alle verfügbaren Informationen genutzt werden.

5. Allgegenwärtigkeit

Jedes Gerät ist mit dem Web verbunden, die Inhalte sind über das Web 3.0 für mehrere Anwendungen zugänglich, alle Dienste können überall genutzt werden. Das Web 3.0 ist allgegenwärtig.

Blockchain-Technologie im Web3

Die Blockchain-Technologie, die auch für Kryptowährung Verwendung findet, bildet die Basis für das Web 3.0. Ziel ist es, sowohl durch den Einsatz der Blockchain-Technologie als auch durch die Möglichkeit einer dezentralen Datenhaltung ein demokratisches sowie ein von Nutzern gestaltetes und verwaltetes Internet zu ermöglichen. Auf diese Weise wird die zentralistische Infrastruktur des heutigen Web2 ersetzt durch ein Netzwerk von miteinander verbundenen, unabhängigen Computern. So ist jeder Nutzer Teil des Web3 und hat jederzeit die volle Kontrolle über seine Daten.

Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen

Web3 wird in Hinblick auf künstliche Intelligenz, Ubiquitous Computing und semantisches Web - somit auf die Allgegenwärtigkeit rechnergestützter IT-Prozesse - entwickelt. Dadurch sollen Anwendern relevantere Daten zur Verfügung stehen. Maschinelle Lernverfahren ermöglichen es, große Mengen an Daten schnell und sehr präzise zu analysieren und zu verarbeiten. Unter anderem in Anwendungsgebieten des autonomen Fahrens oder in der Industrie 4.0 zeigen KI und Machine Learning bereits sehr großes Potenzial.

Dezentrale Datennetze

Im Web3 werden Daten dezentralisiert. Bedeutet: Nutzer bleiben Eigentümer ihrer Daten und können sich sicher mit Hilfe einer Internet-Identität anmelden, ohne dabei überwacht zu werden. Schon heute ermöglichen dezentrale Datennetze es verschiedenen Nutzern, ihre Daten zu handeln und zu verkaufen, ohne dabei ihr Recht auf Eigentum zu verlieren oder ihre Privatsphäre zu riskieren.

Die Auswirkungen des Web 3.0 auf das digitale Marketing

Die dezentrale Natur des Web3 ist sicherlich einer der wichtigsten Aspekte des neuen Internetzeitalters. Sie ermöglicht allen Nutzern, die eigenen Inhalte und Daten umfassend zu verwalten. Die revolutionäre Blockchain-Technologie zusammen mit dieser Datensicherheit machen das Web 3.0 zu einem vermeintlich sehr sicheren Ort für alle Benutzer.

Aber: Das Sammeln von Daten spielt für Marketer eine maßgebliche Rolle, um ihre Zielgruppen und deren Bedürfnisse zu erkennen. Sowohl die stärkere Personalisierung der Daten als auch das nahende Ende der Third-Party-Cookies stellen Marketing-Experten vor echte Herausforderungen und verlangen ganz neue Strategien zur Datenerfassung. Das neue Marketing muss noch personalisierter und zielgerichteter sein als alles davor, um Zielgruppen im Web3 wirklich zu erreichen.

Web3 macht Community-Aufbau relevanter

Kontextlose Kommunikation und Werbung werden immer weniger in das Bewusstsein potenzieller Zielgruppen vordringen. Botschaften und Informationen müssen kontextbezogener ausgeliefert werden.

Zudem wird es umso wichtiger, Beziehungen innerhalb von thematischen Umfeldern zu schaffen. So setzen die Marketer der Zukunft Anker im Bewusstsein potenzieller Kunden. Die Schärfung und Pflege der eigenen Marke spielt dabei eine ganz besondere Rolle, denn sie schafft Aufmerksamkeit für Informationen und Botschaften.

User Experience (UX)

Je komplexer die virtuelle Welt, desto klarer muss das UX-Design sein, um der Komplexität entgegenzuwirken: Der virtuelle Raum ist endlos, die Interaktionsmöglichkeiten sind vielfältig und die vielen alten und neuen Devices für den Konsum von XR stellen UX-Designer vor ganz neue Herausforderungen.

Websites, Plattformen und Online-Shops müssen nutzerfreundlich, interaktiv und dreidimensional auftreten, um im Metaverse bestehen zu können. Deshalb ist es enorm wichtig, seine Online-Präsenzen schon jetzt im Sinne der UX-Anforderungen des Web 3.0 zu optimieren.

User Generated Content (UGC)

Vor allem im Web 3.0 gilt das bekannte Marketing-Sprichwort “Content is king” wie nie zuvor. Das bedeutet: Statt auf Keywords setzt das künftige Internet auf Inhalte mit Mehrwert, die die Bedürfnisse und Suchintention der Nutzer vollends treffen.

Wie First Mover ganze Märkte für sich beanspruchen können

In kaum einem Bereich kann man sich einen so großen strategischen und technologischen Vorsprung verschaffen wie im Web3. Fakt ist: Der Markt verteilt sich jetzt und die Positionierung als First Mover und Innovator entscheidet sich aktuell.

Web3-Marketing-Strategie vorbereiten

Eine neue Art des Internets bedeutet logischerweise auch eine neue Art des Marketings. Die Privatisierung und Dezentralisierung der Daten stellen für Marketer sicher eine echte Herausforderung dar. Aber: Jene, die sich schon heute mit Web3-Marketing beschäftigen, haben einige Möglichkeiten, ihre Marke im Internet der Zukunft zu positionieren:

1. Web3-Trends verfolgen & mit Technologien vertraut machen

Web 3.0 ist in aller Munde. Machen Sie sich am besten schon jetzt mit den Trends vertraut, die sich in Zukunft im dezentralen Internet durchsetzen werden.

2. Buyer Data nutzen, Insights gewinnen

Auch wenn alles etwas privater wird: Daten werden im Web3 weiterhin eine große Rolle spielen. Machen Sie sich am besten umfangreich mit Buyer Data vertraut und damit, sie gekonnt für Ihr zukünftiges Marketing einzusetzen.

3. Content Marketing mit UX-Fokus

Um im Metaverse bestehen zu können, sollten Sie alle Ihre Online-Präsenzen (z.B. Websites, Plattformen, Online-Shops…) schon jetzt im Sinne der User-Experience-Anforderungen des Web 3.0 optimieren.

Web3-Marketing ganzheitlich betrachten

Während als Ziel im Web 2.0 die Verbesserung des Frontends galt, liegt der Fokus im Web 3.0 auf Innovationen im Backend.

Das Thema Datenschutz wird einen enormen Einfluss auf die Arbeit der Marketingspezialisten haben. Sie müssen künftig mehr Ressourcen investieren, um ihre Kunden zu finden, wirklich zu verstehen und eine Community aufzubauen. Web3 wird einen Aufstieg des Community-Marketings bedeuten.

Um eine Vorreiterrolle im Web3-Marketing zu erlangen, ist es wichtig, sich möglichst schon jetzt mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des neuen Internetzeitalters zu beschäftigen und im besten Fall bereits heute native Experten mit ins Boot zu holen.

Web3-Marketing-Services: Die Zukunft gehört den Mutigen

Neue Möglichkeiten bedeuten immer auch neue Chancen - und neue Herausforderungen.
Aktuell befinden wir uns noch am Anfang des Weges ins Metaverse. Aber: Jedes Unternehmen kann diesen Weg aktiv mitgestalten. Was es dafür braucht, ist vor allem Mut und die Bereitschaft, alte Pfade zu verlassen und neue Wege anzustreben.

Nehmen Sie Ihre Vorreiterrolle ein: DEUS Marketing begleitet Sie als erfahrener Experte sowohl in regulatorischen als auch technologischen und rechtlichen Gesichtspunkten auf dem Weg zu Ihrer Web3-Marketing-Transformation.

Dominik Schneeberger

Marketing Director & Founder